Prüfung vom 08.04.2011, Prof.Weßler/Prof.Vlasak

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Prüfung vom 08.04.2011, Prof. Weßler/Prof. Vlasak

Teil Weßler (50 P):

  • Frage 1: Zeichnen und beschriften Sie eine Replikationsgabel (5 P)
  • Frage 2: Erklären Sie die Wirkungsweise von Kanamycin (2 P)
  • Frage 3: Was ist ein Promotor? (3 P)
  • Frage 4: Nennen Sie eine sporenbildende Bakterienart (Gattung und Art) (2 P)
  • Frage 5: Wieso eignen sich Bakterien besonders gut für gentechnische Arbeiten? (4 P)
  • Frage 6: Zeichnen Sie die Struktur von Pyruvat (2 P)
  • Frage 7: Welcher Anspruch wird an Starterkulturen in der Biotechnologie gestellt und erklären Sie den Begriff? (3 P)
  • Frage 8: Nennen Sie wichtige Unterscheidungsmerkmale des Genoms von Bakterien und Eukaryoten und wo sind Sie lokalisiert (3 P)
  • Frage 9: Sie haben folgendes Gen als DNA-Doppelstrang. Bezeichnen Sie die Enden (leere Kästchen (hier _)) mit 3´ und 5´, schreiben Sie die Matritze als mRNA und die mRNA als Protein im Dreibuchstaben-Code (anhand des beiligenden Codes) um. Suchen Sie den Start und den Stopp des Gens. Wie viele Aminosäuren hat Ihre Proteinsequenz? (6 P)


_ ATC ATG TAT ATA AAC CCT CAT GGT TTG TAA CCC GAG AGA _
_ TAG TAC ATA TAT TTG GAA GTA CCA AAC ATT GGG CTC TCT _
(Ähnliche Tabelle wie bei Prüfung. Codons und Dreibuchstabencode sind identisch.)
2. Base
U C A G
1. Base U
UUU Phe
UUC Phe
UUA Leu
UUG Leu
UCU Ser
UCC Ser
UCA Ser
UCG Ser
UAU Tyr
UAC Tyr
UAA
UAG
UGU Cys
UGC Cys
UGA
UGG Trp
C
CUU Leu
CUC Leu
CUA Leu
CUG Leu
CCU Pro
CCC Pro
CCA Pro
CCG Pro
CAU His
CAC His
CAA Gln
CAG Gln
CGU Arg
CGC Arg
CGA Arg
CGG Arg
A
AUU Ile
AUC Ile
AUA Ile
AUG Met
ACU Thy
ACC Thy
ACA Thy
ACG Thy
AAU Asn
AAC Asn
AAA Lys
AAG Lys
AGU Ser
AGC Ser
AGA Arg
AGG Arg
G
GUU Val
GUC Val
GUA Val
GUG Val
GCU Alo
GCC Alo
GCA Alo
GCG Alo
GAU Asp
GAC Asp
GAA Glu
GAG Glu
GGU Gly
GGC Gly
GGA Gly
GGG Gly
  • Frage 10: Was versteht man unter einem Operon und nennen Sie ein Beispiel? (3 P)
  • Frage 11: Geben Sie die Bilanz der vollständigen Oxidation von Glucose an (2 P)
  • Frage 12: Wie unterscheiden sich die Ribosomen von Bakterien und Eukaryoten und worauf basiert diese Unterscheidung (3 P)
  • Frage 13: Nennen Sie die wichtigsten Schritte der PCR und erläutern Sie die Vorgänge stichpunktartig (5 P)
  • Frage 14: Durch welche Methoden können Bakterien fremde DNA aufnehmen? Definieren Sie die Begriffe (3 P)
  • Frage 15: Nennen Sie den von den Bakterien am häufigsten verwendeten biochemischen Energiespeicher, beschreiben Sie warum und aus welchen Bausteinen er aufgebaut ist? (4 P)


Teil Vlasak (50 Punkte)
  • 1. Nennen Sie drei Virusfamilien, deren Genom aus DNA besteht. (3 Punkte)
  • 2. Warum findet die Replikation von RNA_Viren bevorzugt im Zytoplasma statt? (2 Punkte)
  • 3.a) Zu welcher Virusfamilie gehört das Rötelvirus (Rubella Virus)? (1 Punkt)
    b) Verursacht das Rötelvirus lokale oder systemische Infektionen?? (1 Punkt)
    c) Welche Komplikationen können bei Infektionen mit dem Rötelvirus auftreten? (1 Punkt)
  • 4.a) Welcher Hepatitis Virus gehört zur Familie der Flaviviridae? (1 Punkt)
    b) Wie werden diese Viren übertragen? (1 Punkt)
    c) Verursacht das Virus chronische Infektionen? (1 Punkt)
  • 5.a) Besteht das Genom von Herpes Viren aus RNA oder DNA? (1 Punkt)
    b) Welche Erkrankungen verursacht das Herpes Simpley Virus? (1 Punkt)
    c) Nennen Sie neben dem Herpes Simplex Virus 1 drei weitere Viren aus der Familie der Herpesviridae (3 Punkte)
  • 6. Wie wirken die antiviralen Medikamente Relenza und Tamiflu:
    a. Welche Virusinfektion kann behandelt werden? (2 Punkte)
    b. Welches Protein wird in seiner Wirkung inhibiert? (1 Punkt)
    c. Welcher Replikationsschritt wird inhibiert? (1 Punkt)
  • 7. Nennen SIe die wesentlichen Schritte des Replikationszyklus von Viren. (8 Punkte)
  • 8. In welchem Kontinent kommt es immer wieder zum Ausbruch von Epidemien, die durch Ebolaviren verursacht werden? (2 Punkte)

Multiple choice Fragen (je eine richtige Antwort): 2 Punkte / richtiger Antwort
  • 9. Acyclovir wird verwendet zur Behandlung von Infektionen durch Herpes simplex Viren- Acyclovir inhibiert
    ○ die Bindung von Viren an den Rezeptor ○ die Replikation der viralen DNA
    ○ die Freisetzung aus infizierten Zellen ○ die Übertragung auf andere Personen
  • 10. Das Dreitagesfieber (Roseola infantum oder Exanthema subitum) wird verursacht durch Infektionen mit
    ○ Herpesviren 6 und 7 ○ Cytomegaloviren
    ○ Rubella Viren ○ Masern Viren
  • 11. Die Bildung des Cervixkarzinoms wird induziert durch
    ○ Die episomale Replikation der HPV - DNA in infizierten Keratinozyten
    ○ Die zufällige Integration der gesamten HPV - DNA ins Genom infizierter Keratinozyten
    ○ Die zufällige Integration eines Teils der HPV - DNA ins Genom infizierter Keratinozyten
    ○ Durch die homologe Rekombination der HPV - DNA mit den Genen für p53 und Rb
  • 12. Passive Immunisierung geschieht durch Verabreichung von:
    ○ inaktivierten Viren ○ rekombinant hergestelltn Virusproteinen
    ○ antiviralen Medikamenten ○ virusspezifischen Immunglobulinen
  • 13. Viele Viren replizieren im Zellkern. Die viralen Proteine, die aus dem Zellkern ins Zytoplasma transportiert werden, besitzen sogenannte "Nuclear Export Signals" (NES). Diese bestehen meist aus einer Abfolge von Aminosäure-Resten. NES sind:
    ○ Hydrophob ○ Basisch
    ○ Neutral ○ Sauer
  • 14. Das Virus der Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) wird übertragen durch
    ○ Tröpfchen- oder Schmierinfektion ○ Stechmücken
    ○ Einatmen getrockneter Tierkotpartikel ○ Zecken
  • 15. Influenza A Viren haben ein segmentiertes Genom. Es besteht aus wie vielen Segmenten?
    ○ drei ○ fünf
    ○ sechs ○ acht
  • 16. Das Burkitt Lymphom wird verursacht durch Infektionen mit
    ○ Noroviren ○ Epstein Barr Viren
    ○ Coronaviren ○ Hepatitis C Viren
  • 17. Das Hepatitis B Virus gehört zur Familie der:
    ○ Picornaviridae ○ Flaviviridae
    ○ Hepadnaviridae ○ Hepatitis C Viren
  • 18. Das Tollwutvirus (Rabies virus) wird meist durch eine Bissverletzung von einem infizierten Tier auf den Menschen übertragen. Das Virus gelangt schließlich ins Zentralnervensystem und führt zu Enzephalomyelitis. Die Viren werden auf folgendem Weg vom Ort der Primärinfektion ins Zentralnervensystem transportiert:
    ○ Über die Blutgefäße ○ Über das Lymphgefäßsystem
    ○ Über das Bindegewebe ○ Über das Rückenmark

Ausarbeitung der Prüfungsfragen zur Prüfung vom 08.04.2011 (Teil Vlasak)
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