Prüfung vom 10.02.2011, Prof.Weßler/Prof.Vlasak

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Prüfung vom 10.02.2011, Prof. Weßler/Prof. Vlasak

Teil Weßler (54 P):

  • Frage 1: Was versteht man unter der Endosymbiontentheorie und erklären Sie die Theorie (4 P)
  • Frage 2: Unterteilen Sie die Bakterien hinsichtlich ihres Sauerstoffbedarfs und erklären Sie kurz die Bergiffe (5 P)
Bild:300px-Anaerobic.png
  • Frage 3: Was ist ein Lipopolysaccharid und welche Funktionen/Eigenschaften hat es? (4 P)
  • Frage 4: Nennen Sie je eine Bakterium (Gattung und Art) für Stäbchen und Kokken (2 P)
  • Frage 5: Welche Aminosäurenfamilien entstehen aus den Zwischenprodukten (welche?) des Zitronensäurezykluses? (4 P)
  • Frage 6: Wie erklären SIe den Begriff "Aminosäure" und geben SIe die Strukturformel der Aminosäure Glycin wieder (3 P)
  • Frage 7: Definieren Sie gentechnisch veränderte Organismen (GVO) (2 P)
  • Frage 8: Ist der Hefeteig das Produkt einer alkoholischen Gärung, Milchsäuregärung oder Essigsäuregärung? Ist das eine spontane Gärung? (2 P)
  • Frage 9: Sie haben folgenden DNA Strang als Ausschnitt aus einem Gen. Bezeichnen Sie die Enden mit 3´ und 5´, schreiben Sie die Matritze als mRNA und die mRNA als Protein im Dreibuchstaben-Code (anhand des beiligenden Codes) um. Wie viele Aminosäuren hat Ihre Proteinsequenz? (6 P)


ATC GGC CTT TAA TTG TAC ATA AAC CTT TAA CAT GGT TTG GAG AGA
TAG CCG GAA AAT TTC ATG TAT TTG GAA ATT GTA GGA AAC CTC TCT
(Ähnliche Tabelle wie bei Prüfung. Codons und Dreibuchstabencode sind identisch.)
2. Base
U C A G
1. Base U
UUU Phe
UUC Phe
UUA Leu
UUG Leu
UCU Ser
UCC Ser
UCA Ser
UCG Ser
UAU Tyr
UAC Tyr
UAA
UAG
UGU Cys
UGC Cys
UGA
UGG Trp
C
CUU Leu
CUC Leu
CUA Leu
CUG Leu
CCU Pro
CCC Pro
CCA Pro
CCG Pro
CAU His
CAC His
CAA Gln
CAG Gln
CGU Arg
CGC Arg
CGA Arg
CGG Arg
A
AUU Ile
AUC Ile
AUA Ile
AUG Met
ACU Thy
ACC Thy
ACA Thy
ACG Thy
AAU Asn
AAC Asn
AAA Lys
AAG Lys
AGU Ser
AGC Ser
AGA Arg
AGG Arg
G
GUU Val
GUC Val
GUA Val
GUG Val
GCU Alo
GCC Alo
GCA Alo
GCG Alo
GAU Asp
GAC Asp
GAA Glu
GAG Glu
GGU Gly
GGC Gly
GGA Gly
GGG Gly
  • Frage 10: Welche Funktion haben die Restriktionsenzyme? (3 P)
  • Frage 11: Aus welchen Vorläufern wird das Purinskelett gebildet? (6 P)
  • Frage 12: Definieren Sie die Begriffe Pathogenität und Virulenz (2 P)
  • Frage 13: Nennen Sie drei Antibiotika und erklären Sie deren Wirkung (6 P)
  • Frage 14: Nennen Sie den 2. Thermodynamiscen Hauptsatz (2 P)
  • Frage 15: Nennen SIe die drei Endprodukre der heterofermentativen Milchsäuregärung (3 P)

Ausarbeitung der Prüfungsfragen zur Prüfung vom 10.02.2011 (Teil Weßler)

Teil Vlasak (50 Punkte)
  • 1. Nennen Sie die wesentlichen Schritte des Replikationszyklus von Viren. (8 Punkte)
  • 2. Wie bezeichnet man die zwei wichtigsten Formen von Viruskapsiden? Nennen Sie je ein Virus (4 Punkte)
  • 3. Nennen Sie je eine Virusfamilie und ein dazugehöriges Virus mit bzw. ohne Membranhülle (4 Punkte)
  • 4.a) Zu welcher Virusfamilie zählt das Virus der Frühsommer-Memingoenzephalitis (FSME)? (1)
    b) Welche Tiere sind Träger der FSME Viren? (1)
    c) Wie wird das FSME Virus auf den Menschen übertragen? (1)
    (3 Punkte)
  • 5.a) Zu welcher Virusfamilie gehört das Mumps Virus? (1)
    b) Verursacht das Mumps Virus lokale oder systemische Infektionen? (1)
    c) Welche Komplikationen können bei Infektionen mit dem Mumps Virus auftreten? (1)
    d) Warum kommt es seit rund 30 Jahren nur noch sporadisch zu Infektionen mit dem Mumps Virus? (1)
    (4 Punkte)
  • 6.a) Besteht das Genom von Papilloma Viren aus RNA oder DNA? (1)
    b) Welche Arten von Krebs werden durch Papilloma Viren ausgelöst? (2)
    c) Welche viralen Gene sind an der Krebsentstehung beteiligt? (2)
    d) Welche zellulären Proteine werden durch die viralen Proteine in ihrer Funktion geändert, so dass Krebs entstehen kann? (1)
    (7 Punkte)

Multiple choice Fragen (je eine richtige Antwort): 2 Punkte/Frage
  • 7. Im menschlichen Genom wurden Reste sogenannter "Mobiler Genetischer Elemente" gefunden (Transposons, Retrotransposons, Retroelemente). Ihr Anteil an der gesamten chromosomalen DNA beträgt:
    ○ 0,1% ○ 0,4%
    ○ 4% ○ 40%
  • 8. Die Gürtelrose entsteht durch Reaktivierung von
    ○ Herpes simplex Virus II ○ Cytomegalovirus
    ○ Varizella Virus ○ Human Herpesvirus 6
  • 9. Welche Viren haben eine Membranhülle?
    ○ Adenoviren ○ Herpesviren
    ○ Noroviren ○ Polioviren
  • 10. Das Burkitt Lymphom wird verursacht durch Infektionen mit
    ○ Noroviren ○ Epstein Barr Viren
    ○ Coronaviren ○ Hepatitis C Viren
  • 11. Viele Viren replizieren im Zellkern. Die viralen Proteine, die aus dem Zellkern ins Zytoplasma transportiert werden, besitzen sogenannte "Nuclear Export Signals" (NES). Diese bestehen meist aus einer Abfolge von Aminosäure-Resten. NES sind:
    ○ Hydrophob ○ Basisch
    ○ Neutral ○ Sauer
  • 12. Welches Genom haben Influenza A Viren?
    ○ lineare RNA plus strang ○ lineare RNA negativ strang
    ○ segmentierte RNA plus strang ○ segmentierte RNA negativ strang
  • 13. Das natürliche Reservoir von Influenza A Viren bilden
    ○ Hühner ○ Menschen
    ○ Wasservögel ○ Schweine
  • 14. Komplikationen bei Masern-Infektionen betreffen vor allem:
    ○ Ungeborene während der ersten Schwangerschaftsmonate
    ○ Kleinkinder unter 5 Jahren
    ○ Ältere weibliche Jugendliche
    ○ Ältere männliche Jugendliche
  • 15. Relenza und Tamiflu sind Inhibitoren von Influenza Viren. Sie blockieren
    ○ die Bindung von Influenza Viren an Zellen
    ○ die Freisetzung neu gebildeter Influenza Viren
    ○ die Replikation von Influenza Viren in der Zelle
    ○ den Zusammenbau ("Assembly") neu gebildeter Influenza Viren
  • 16. Varizella Viren verursachen
    ○ Dreitagesfieber ○ Masern
    ○ Windpocken ○ Fieberblasen

Ausarbeitung der Prüfungsfragen zur Prüfung vom 10.02.2011 (Teil Vlasak)
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