Prüfungsfragen
Aus BioSalzburg
Abschlussprüfung am 20.4.2007
Übungen Allgemeine Chemie I
Alle Resultate von Berechnungen sind mit der richtigen Anzahl von signifikanten Stellen und den richtigen Maßeinheiten anzugeben.
Ergebnisse von Rechenaufgaben, bei denen kein Rechenweg erkennbar ist, werden nicht anerkannt.
1. pH-Wert
Handelsübliche Ammoniaklösung hat eine Stoffmengenkonzentration von 14,1 mol.L -1. a. Wie viel mL davon müssen in einen 1 L Messkolben dosiert und aufgefüllt werden (Messkolbengenauigkeit) um eine Konzentration von c = 0,150 mol.L-1 zu erhalten? b. Berechnen Sie den pH-Wert dieser verdünnten Lösung.
2. Photometrie
Der molare dekadische Extinktionskoeffizient für Kaliumpermanganat (KMnO4) bei λ = 520 nm beträgt ε = 1,84.103 L.mol-1.cm-1
Welche Massenkonzentration β an KMnO4 (in mg.L-1) hat eine Lösung, die bei dieser Wellenlänge eine Extinktion von 0,519 A.U. zeigt, wenn sie in einer Küvette mit 2,00 cm optischer Weglänge gemessen wird?
3. Qualitative Analyse
Die Elemente der Silbergruppe werden mit HCl gefällt. a. Beobachtung: mit kochendem Wasser löst sich der Niederschlag vollständig auf. Welche Schlüsse auf vorhandene Ionen können daraus geschlossen werden. b. AgCl löst sich in konz. NH3 auf. Erklären Sie dieses Verhalten mittels Reaktionsgleichung(en).
4. Nomenklatur
In Aufgabe 3 – Oxidation von Zink zu Zinkoxid – sind folgende Substanzen an der Reaktion beteiligt:
Salpetersäure, Stickstoffpentoxid, Zinknitrat, Zinkoxid, Stickstoffdioxid
Schreiben Sie die Formeln für diese Substanzen an.
Abschlussprüfung am 17.2.2005
1. Maßlösungen
Die exakte Konzentration einer HCl Lösung mit c = 1 mol/L soll durch Titration mit NaOH Maßlösung bestimmt werden. 25 mL dieser Lösung werden in einen Titrierkolben pipettiert, mit H2O auf 80 – 100 mL verdünnt und mit NaOH Maßlösung, c = 1,012 mol/L, titriert. Der Verbrauch ist 24,77 mL. Berechnen Sie die genaue Konzentration der HCl Lösung.
2. Säure-Basen Gleichgewichte
Berechnen Sie den pH-Wert einer Lösung von Blausäure (HCN) in Wasser mit einer Massenkonzentration (HCN) = 13,5 g/L.
3. Elektrochemie
Für die pH-Messung haben Sie eine Glaselektrode benutzt. Beschreiben Sie den Aufbau der Elektrode, Signalentstehung, Kalibrierung und Fehlermöglichkeiten bei der Messung.
4. Nomenklatur
Perchlorsäure Schwefelsäure Kaliumperchlorat Essigsäure
Abschlussprüfung am 23.4.2004
1. Maßlösungen
Die exakte Konzentration einer NaOH Lösung mit c = 1 mol/L wurde durch Titration einer HCl Maßlösung (c = 1,031 mol/L) bestimmt. Sie haben 25,00 mL der HCl in einen Titrierkolben pipettiert, mit H2O auf ca. 100 mL verdünnt, Indikator hinzugefügt und mit NaOH titriert. Der Verbrauch war 26,85 mL. Berechnen Sie die genaue Konzentration der NaOH Lösung.
2. Pufferberechnung
Wieviel g Natriumacetat müssen zu 500 mL einer Essigsäurelösung, c = 1,00 mol/L hinzu- gefügt werden, um einen pH-Wert von 4,2 zu erhalten?
3. Mischen und Verdünnen
Für die Herstellung einer Pufferlösung benötigen Sie 250 mL einer NaH2PO4 Lösung mit c = 0,02 mol/L. Wieviel g der NaH2PO4 – Reinsubstanz müssen Sie in einen 250 mL Messkolben einwiegen? Wie viele signifikante Stellen hat die gewünschte Konzentration wenn die Waage auf 0,01 g genau anzeigt?
4. Qualitative Analyse
s.h. 20.4.2007 Nr. 3
Abschlussprüfung am 9.5.2003
1. Säure-Basen Gleichgewicht
Berechnen Sie den pH-Wert einer Lösung von Blausäure (HCN) in Wasser mit einer Massenkonzentration β(HCN) = 13,5 g/L.
2. Säure-Basen-Titrationen (Aufgabe 1)
Die hergestellte NaOH-Lösung mit der ungefähren Konzentration c 1 mol/L wurde mit einer HCl-Maßlösung, c(HCl) = 1,038 mol/L, standardisiert: 25,00 mL der HCl-Lösung wurden in einen Erlenmeyerkolben pipettiert, Phenolphthalein-Indikator hinzugefügt und mit der NaOH titriert. Der Verbrauch war 25,47 mL. a. Berechnen Sie die genaue Konzentration der NaOH-Lösung. b. Warum muss die NaOH-Lösung in die Bürette gefüllt werden?
3. pH-Wert – Puffersysteme
Warum sind zur Kalibrierung einer Glaselektrode mindestens zwei Eichpuffer notwendig?
4. Photometrie
Die photometrische Messung einer Lösung eines absorbierenden Stoffes A ergibt, dass die austretende Intensität Ia 60% der eintretenden Intensität Ie ist. a. Berechnen Sie die Extinktion E. b. Berechnen Sie die Stoffmengenkonzentration von A in dieser Lösung mit folgenden Zusatzangaben: • Molarer dekadischer Extinktionskoeffizient von A ε(A) = 2250 L.mol-1.cm-1 • Messung in einer 1 cm – Küvette Stellen Sie das Resultat in Zehnerpotenzschreibweise dar. c. Wie groß ist die Extinktion, wenn Iaauf Null absinkt, die Lösung also vollständig lichtundurchlässig ist?
Abschlussprüfung am 7.12.2001
1. Masslösungen
sh. 23.4.2004 Nr. 1
2. pH-Wert
Berechnen Sie den pH-Wert einer wässrigen Natriumacetatlösung mit c = 0,040 mol/L.
3. Red/Ox Reaktionen
Im Übungsbeispiel 3 haben Sie Zink durch Reaktion mit Salpetersäure und anschließendem Trocknen und Glühen zu Zinkoxid umgesetzt. a. Formulieren Sie die relevante(n) Reaktionsgleichung(en) b. Sie haben genau 10,00 g Zink erhalten. Ihre Auswaage an Zinkoxid betrug 11,20 g. Berechnen Sie daraus die Ausbeute an Zink, das in dem gewonnenen Reaktionsprodukt enthalten war.
4. Qualitative Analyse
s.h. 20.4.2007 Nr. 3
Abschlussprüfung am 27.4.2001
1. Säure-Basen Titration
Verifizieren Sie durch Berechnung für die in der Abb. dargestellte Titrationskurve (die Abb. habe ich leider nicht) die Tabellenwerte für den pH-Wert jeweils nach Zugabe von: a. 40,0 mL NaOH-Lösung c = 0,100 mol/L b. 60,0 mL NaOH-Lösung c = 0,100 mol/L
2. Pufferberechnung
500 mL einer Essigsäure-Natriumacetat-Pufferlösung mit einem pH-Wert von 4,25 werden benötigt. Im Labor sind aber nur Essigsäurelösung mit c = 1,00 mol/L sowie reines festes Natriumacetat vorhanden. Wieviel g Natriumacetat müssen zu 500 mL der Essigsäurelösung hinzugefügt werden, um den gewünschten Puffer zu erhalten?
3. Extraktion
1,00 g FeCl6 6H2O werden in 32,0 mL H2O/HCl mit c(HCl) = 6 mol/L, gelöst und 3x mit je 15,0 mL MIBK extrahiert. Durch Analyse wird festgestellt, dass sich in den vereinigten MIBK-Phasen 186 mg Fe befinden. Berechnen Sie daraus die Extraktionsausbeute.
4. Dünnschichtchromatographie DC
a. Was verstehen Sie unter dem Begriff Rf-Wert und wie wird er ermittelt? b. Eine Kopfwehtablette wird gemahlen, vollständig in einen 25,0 mL Messkolben über- führt, mit Chloroform aufgefüllt, geschüttelt und absitzen gelassen. 2µL werden mit einer Kapillaren auf eine DC-Platte dosiert. Nach der Entwicklung wird festgestellt, dass die Floureszenzintensität des Flecks gut zu der einer Eichlösung mit 200 mg Acetylsalicylsäure, gelöst in 10,0 mL Chloroform und genauso dosiert, passt. Berechnen Sie daraus den Gehalt an Acetylsalicylsäure in mg/Tablette.
Abschlussprüfung am 22.3.2002
1. Pufferberechnung
a. Berechnen Sie den pH-Wert einer Pufferlösung, die aus 0,200 mol Essigsäure und 0,100 mol Natriumacetat, beide in einem Liter H2O gelöst, hergestellt wurde. b. Wie ändert sich dieser pH-Wert, wenn dieselben Stoffmengen in 500 mL H2O gelöst werden? c. Welcher pH-Wert stellt sich ein, wenn der Pufferlösung aus a. noch 50,0 mL einer NaOH-Lösung, c = 1,00 mol/L, hinzugefügt werden?
2. Verdünnungen/Mischungen
Wieviel mL reine Essigsäure (w = 100%) müssen Sie in einen 1L-Messkolben dosieren und mit H2O auffüllen, um eine verdünnte Essigsäure mit c = 100,0 mmol/L zu erhalten? Dichte der reinen Essigsäure ist 1,05 g/mL.
3. Extraktion
100,0 mL einer salzsauren, wässrigen Lösung enthalten 55,85 mg Fe. Nach einmaliger Extraktion mit 20,0 mL Methylisobutylketon (MIBK) befinden sich 90,0 % des Fe in der MIBK-Phase Berechnen Sie daraus den Nernst’schen Verteilungskoeffizienten für Fe im Phasensystem H2O/HCl-MIBK.
4. pH-Wert Berechnung
Aspirin (Acetylsalicylsäure) ist eine schwache organische Säure mit einem Ks von 3,27.10-4 für die Protolysereaktion:
C9H7O4H + H2O ↔ H3O+ + C9H7O4-
Wenn Sie 1 Tabeltte, die 500 mg Aspirin enthält, in einem Glas Wasser mit 250 mL Volumen auflösen – welchen pH-Wert hat diese Lösung?
