Prüfungsfragen zur VO Ökologie, Prof. Berninger

Aus BioSalzburg

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Inhaltsverzeichnis

Prüfung vom 02.02.2005

Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Definieren Sie den Begriff Ökologische Nische. Was ist eine fundamentale und eine realisierte Nische? Welche Faktoren bestimmen die Auswahl eines Organismus für eine Nische? Was bedeutet Nischenüberlappung und welche Konsequenzen kann sie haben?
  2. Was versteht man unter dem "Paradox des Planktons"? Es führte über zur Entwicklung des Konkurrenzmodellsnach Tilman. Erläutern Sie dies (ggf. anhand eines Beispiels).
  3. Einige Zooplanktionorganismen benutzen tageszeitliche Vertikalwanderung ("diel vertical migration") als Verteidigungsmechanismus. Gegen welche Räuber ist diese Verteidigung wirksam und wie wird die ausgelöst? Beschreiben Sie die typischen Vertikalverteilungen eines Cladoceren (zB Daphnia), eines adulten Copepoden (zB Cyclops) und einer Nauplie eines Copepoden. Welches sind die Nutzen und die Kosten dieser Verteidigung?
  4. Erklären Sie den Ausspruch von G.E. Hutchinson "The evolutionary play in the ecological theatre". Wie kann man Evolution definieren, welches ist Ihre Triebkraft. Was ist die Fitness einer Art. Warum können Anpassungen an bestimmte Umweltbedingungen nie "perfekt" sein?
  5. Biorhytmik: Welche Arten der Biorhytmik kennen Sie, Erläutern Sie die Funktionalität. Geben Sie 3 Beispiele mit Erläuterungen.
  6. Definieren Sie den Begriff Population. Welche Faktoren führen zu einer Dynamik in der Populationsentwicklung. Erläutern Sie diese.
  7. Was verstehen Sie unter Biomonitoring, was ist dazu notwendig, welche Möglichkeiten kennen Sie, was kann damit erreicht werden? Erläutern Sie dies an Hand von einigen Beispielen.

Prüfung vom 27.01.2006

Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Definieren Sie den Begriff Ökologische Nische. Was ist eine fundamentale und eine realisierte Nische? Welche Faktoren bestimmen die Auswahl eines Organismus für eine Nische? Was bedeutet Nischenüberlappung und welche Konsequenzen kann sie haben?
  2. Was versteht man unter dem "Paradox des Planktons"? Es führte über zur Entwicklung des Konkurrenzmodellsnach Tilman. Erläutern Sie dies (ggf. anhand eines Beispiels).
  3. Einige Zooplanktionorganismen benutzen tageszeitliche Vertikalwanderung ("diel vertical migration") als Verteidigungsmechanismus. Gegen welche Räuber ist diese Verteidigung wirksam und wie wird die ausgelöst? Beschreiben Sie die typischen Vertikalverteilungen eines Cladoceren (zB Daphnia), eines adulten Copepoden (zB Cyclops) und einer Nauplie eines Copepoden. Welches sind die Nutzen und die Kosten dieser Verteidigung?
  4. Was ist die Kontinentaldrift, was bewirkte sie im Hinblick auf die Evolution von Tieren und Pflanzen?
  5. Was verstehen Sie unter Sukzession, welche Möglichkeiten kennen Sie, wie verläuft der Vorgang? Welche Veränderungen treten bei den Teilnehmern auf? Beispiele mit Details.
  6. Was verstehen Sie unter Areal, welche Typen des Areals kennen Sie? Erläutern Sie an Hand von Beispielen die Begriffe Mannigfaltigkeitszentrum, Glazialrelikt und Endemit.
  7. Erläutern sie das Klimadiagramm nach Walter und zeigen Sie den Grundtypus für jedes Zonobinom auf. Nennen Sie die 9 Zonobinome der Erde und definieren Sie diese nach Boden und Vegetation.

Prüfung vom 01.06.2006

Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Definieren Sie den Begriff Ökologische Nische. Was ist eine fundamentale und eine realisierte Nische? Welche Faktoren bestimmen die Auswahl eines Organismus für eine Nische? Was bedeutet Nischenüberlappung und welche Konsequenzen kann sie haben?
  2. Was ist das mikrobielle Nahrungsnetz? Welche Schlussfolgerungen führten zu diesem Konzept? Welche Unterschiede gibt es und wie ist es mit dem globalen Ökosystem verknüpft?
  3. Was ist die Kontinentaldrift, was bewirkte sie im Hinblick auf die Evolution von Tieren und Pflanzen?
  4. Was verstehen Sie unter Sukzession, welche Möglichkeiten kennen Sie, wie verläuft der Vorgang? Welche Veränderungen treten bei den Teilnehmern auf? Beispiele mit Details.
  5. Definiere den Begriff See! Aufbau, Seetypen,Zyklus!
  6. Definieren Sie den Begriff Population. Welche Faktoren führen zu einer Dynamik in der Populationsentwicklung. Erläutern Sie diese.
  7. Was verstehen Sie unter Biomonitoring, was ist dazu notwendig, welche Möglichkeiten kennen Sie, was kann damit erreicht werden? Erläutern Sie dies an Hand von einigen Beispielen.

Prüfung vom 29.1.2008

  1. Was ist der Treibhauseffekt? Wie kommt er zustande? Nenne Treibhausgase und wo kommen sie vor!
  2. Erkläre die Begriffe parallele Evolution,analoge Evolution und homologe Evolution! Beispiele!
  3. Was ist Sukzession? Beispiele von Auswirkungen auf Beteiligte!
  4. Klimadiagram nach Walter und nenne die Zonobiome der Erde incl. Vegetation und Bodentyp!
  5. Definiere den Begriff See! Aufbau, Seetypen,Zyklus!
  6. Was ist die Ökologische Nische? Unterschied Fundamentale und Realisierte Nische! Was ist Nischenüberlappung? Folgen von Nischenüberlappung!

Prüfung vom 29.10.2008

Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Beschreiben Sie eine physiologische bzw eine ökologische Reaktionskurve und erklären Sie die unterschiedlichen Verläufe der beiden, worauf begründen sie? Nennen Sie Beispiele für Faktoren, die den Verlauf der Kurven beeinflussen.
  2. Beschreiben Sie die frühen Konkurrenzexperimente von Gause mit drei Paramecium-Arten. Erklären Sie den Ausgang der Konzurrenzsituation. Nennen Sie 2 Mechanismen der Nischenaufteilung zur Kokurrenzvermeidung und erläutern Sie diese anhand jeweils eines Beispiels.
  3. Nach welchen 3 verschiedenen Ansätzen kann man die Effizienz des Energietransfers innerhalb eines Nahrungsnetzes quantifizieren? Nennen Sie jeweils eine Orgnismengruppe, die in der entsprechenden Kategorie eine besonders hohe oder besonders niedrige Effizienz aufweist. Wie groß ist der Mittelwert des Energietransfers von einer trophischen Ebene zur nächsten? Was bedeutet dies für den Energietransfer von der niedrigsten zur höchsten Stufe?
  4. Erklären Sie den Ausspruch von G.E. Hutchinson "The evolutionary play in the ecological theatre". Wie kann man Evolution definieren, welches ist ihre Triebkraft? Worin besteht diese Triebkraft?
  5. Was verstehen Sie unter Skuzession, welche Möglichkeiten kennen Sie, wie verläuft der Vorgang? Welche Veränderungen treten bei den Teilnehmern auf? Beispiele mit Details.
  6. Was verstehen Sie unter Areal, welche Typen des Areals kennen Sie? Erläutern Sie an Hand von Beispielen die Begriffe Mannigfaltigkeitszentrum, Glazialrelikt und Endemit.
  7. Was ist der Treibhauseffekt? Wie kommt er zustande? Nenne Treibhausgase und wo kommen sie vor? Welches sind die Auswirkungen?

Prüfung vom 20.01.2009

(Fragen nicht ganz vollständig) Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Definieren Sie den Begriff Ökologische Nische. Was ist eine fundamentale und eine realisierte Nische? Was bedeutet Nischenüberlappung und welche Konsequenzen kann sie haben? Beschreiben sie ein eindimensionales und ein einfaches zweidimensionales Modell.
  2. Was bedeuted Prädation? Welche Arten kennen sie? Beispiele. Funktionelle Unterscheidung. Wie wirkt sich Prädation auf die Beute aus?
  3. Erläutern sie folgende Begriffe: a) ökologische Potenz b) euryök c) heterotroph d) nekrophag e) intraspezfische Konkurrenz f) Neobiota g) Biotop
  4. Was ist der Unterschied zwischen Nahrungskette und Nahrungsnetz? Was ist eine Trophieebene? Welche Regulationsmechanismen kennen sie. Beschreiben sie ein vierteiliges Trophiesystem. Wie wirken sich die Regulationen bei ein, zwei, drei, vier Trophieebenen aus.
  5. Definieren Sie den Begriff Population. Welche Arten von Wachstum kenn sie? Erläutern Sie diese. Was ist eine Kapazitätsgrenze? Welche Wachstumsstragegien gibt es bei Pflanzen? Wodurch entsteht bei Pflanzen Konkurrenz? Beispiel.
  6. Was verstehen Sie unter Bioindikation und Biomonitoring, was ist dazu notwendig, welche Möglichkeiten kennen Sie, was kann damit erreicht werden? Erläutern Sie dies an Hand von einigen Beispielen. Puccinellia distans ist von der Küste bis zu den Alpen verbreitet. Was bedeutet dies im Bezug auf den Menschen und worauf führen sie das zurück?
  7. Was verstehen Sie unter Skuzession, welche Möglichkeiten kennen Sie, wie verläuft der Vorgang? Welche Veränderungen treten bei den Teilnehmern auf? Beispiele mit Details.

Prüfung vom 26.01.2009

(Fragen Stichwortartig) Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Physiologische + Ölologische Reaktionskurve
  2. Konkurrenzmodel von Gause
  3. HSS-Hypothese, Trophische Kaskade, Schlusssteinräuber
  4. Evolutionary Play in the Ecological Theatre
  5. Klimadiagramm nach Walter, Zonen der Erde + Böden
  6. Seen, Aufbau, Typen, Menschlicher Einfluss etc.
  7. Begriffe: Interspezifische Konkurrenz, stenök, polyvor, -phob, Population

Prüfung vom 05.11.2010

Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Was verstehen Sie unter Sukzession, welche Möglichkeiten kennen Sie, wie verläuft der Vorgang? Welche Veränderungen treten bei den Teilnehmern auf?
  2. Erklären Sie den Ausspruch von G.E. Hutchinson "The evolutionary play in the ecological theatre". Wie kann man Evolution definieren, welches ist Ihre Triebkraft. Was versteht man unter Fitness.
  3. Erklären Sie das komplexe Verhältnis von Brachionus rubens und Brachionus calciflorus. Was ändert sich bei der Zugabe des Räubers Asplancha sp.
  4. Was ist der Unterschied zwischen Nahrungskette und Nahrungsnetz? Was ist eine Trophieebene? Welche Regulationsmechanismen kennen sie. Beschreiben sie ein vierteiliges Trophiesystem. Wie wirken sich die Regulationen bei ein, zwei, drei, vier Trophieebenen aus?
  5. Welche Typen von Umweltfaktoren kennen Sie? Zu welchem Typ gehört der Faktor Temperatur? Welche Anpassungen gibt es im Tierreich an die Temperatur? Was besagen die Bergmann'sche und Allen'sche Regel?
  6. Definieren Sie folgende Begriffe: stenök, Habitat, circanular, Produzent, mittelalpin, omnivor, Endemit, Kohorte, nekrophag, Biozönose
  7. Welche Höhenstufen findet man in Salzburg? Definieren sie diese! Ungefähre Angabe der Höhenmeter. Welche Vegetation kommt in desen Höhenstufen vor? Was sind markante Grenzen und wie kann man diese definieren?

Prüfung vom 10.11.2011

Beantworten Sie 6 von 7 Fragen:

  1. Was bedeuted Prädation? Welche Arten kennen sie? Funktionelle und taxonomische Unterscheidung. Nenne jeweils Beispiele zu den Unterscheidungen. Gibt es eine Möglichkeit, dass sich Prädation positiv auswirken kann. (oder so ähnlich)
  2. Erklären Sie das komplexe Verhältnis von Brachionus rubens und Brachionus calciflorus. Was ändert sich bei der Zugabe des Räubers Asplancha sp....
  3. Erkläre den Begriff Evolution. Wie kann diese anhand der Beispiele beschrieben werden: "Gemeinsamer Garten" und "Reziproke Transplantation".
  4. Welche Höhenstufen findet man in Salzburg? Definieren sie diese! Ungefähre Angabe der Höhenmeter. Welche Vegetation kommt in desen Höhenstufen vor? Was sind markante Grenzen und wie kann man diese definieren?
  5. Erkläre Bodenbildung. Welche Zwischenformen sind dabei wichtig etc..
  6. Was verstehen Sie unter Areal, welche Typen des Areals kennen Sie? Erläutern Sie dazu die Begriffe Mannigfaltigkeitszentrum, Kosmopolit und Endemit. (jeweils 3 Beispiele dazu).
  7. Definieren Sie folgende Begriffe: Hemerobie, Habitat, heterotroph, circatidale Rhytmik, Akkumulationsindikator, omnivor, ...

Beispielantworten

Ökologische Nische

Definieren sie den Begriff ökologische Nische. Was ist eine Fundamentale und eine realisierte Nische? Welche Faktoren bestimmen die Auswahl eines Organismus für eine Nische? Was bedeutet "Nischenberlappung" und welche Konsequenzen kann sie haben?

Stichworte:

  1. keine räumliche Einteilung (1 Punkt)
  2. definiert durch spezifische Anforderungen des Organismus an die Umwelt (biotische und abiotische Faktoren (2 Punkte)
  3. einzelne Faktoren sind "Dimensionen" (1 Punkt)
  4. fundamentale Nische: unter welchen Bedingungen sind Überleben (Ü), Wachstum (W) und Fortpflanzung (F) prinzipiell möglich (2 Punkte)
  5. realisierte Nische: tatsächlich besetzte Nische unter Berücksichtigung von z.B. Ressourcenverfügbarkeit, Konkurrenz, etc. (2 Punkte)
  6. Nischenbildung als Mechanismus zur Konkurrenzvermeidung (1 Punkt)
  7. Nischenüberlappung führt zu Konkurrenz (z.B. durch Verringerung der Ressourcen, Herabsetzung von Ü, W, F, Stresserhöhung, ggf. Tod (1 Punkt)

Umweltfaktoren

Welche Typen von Umweltfaktoren kennen Sie? Anhand welcher 3 "Leistungen" von Individuen oder Populationen wird der Effekt von Umwelfaktoren gemessen? Welche Möglichkeiten der Veränderungen von Umweltfaktoren gibt es? Nennen sie jeweils ein Beispiel.

Stichworte:

  1. Abiotische Faktoren, Ressourcen (2 Punkte)
  2. Überleben, Wachstum, Fortpflanzung (3 Punkte)
  3. Ökologische und physiologische Toleranz (2 Punkte)
  4. Zyklische, gerichtet, sprunghaft, + Beispiele (3 Punkte)

Zooplanktonorganismen

Einige Zooplanktonorganismen benutzen tageszeitliche Vertikalwanderung (diel vertical migration) als Verteidigungsmechanismus. Gegen welche Räuber ist diese Verteidigung wirksam und wie wird sie ausgelöst? Beschreiben Sie die typischen Vertikalverteilungen eines Cladoceren (z.B. Daphnia), eines adulten Copepden (z.B. Cyclops) und einer Nauplie eines Copepoden. Welches sind die Nutzen und die Kosten dieser Verteidigung?

Stichworte:

  1. Fische, visuelle Räuber, braucht Licht (1 Punkt)
  2. Kairomone (1 Punkt)
  3. Daphnia: groß, gut zu sehen, tags tief, nachts an der Oberfläche (2 Punkte)
  4. Cyclops: kann wegspringen, ist daher schon von vernherein etwas verteidigt, tags relativ gleichmäßig verteilt, nachts eher an der Oberfläche (2 Punkte)
  5. Nauplie: tags und nachts oben, da sehr klein und daher schwer zu sehen, kann nicht so weit schwimmen (2 Punkte)
  6. Nutzen: Verteidigung; Kosten: geringere Wachstumsraten durch Limitierung der Nahrung und erniedrigte Wassertemperatur (2 Punkte)

Interaktionen

Welche Typen von Interaktionen zwischen Organismen (mit einem negativen Resultat für einen der Beteiligten) kennen sie? Nennen sie jeweils Beispiele.

Stichworte:

  1. Konkurrenz (1 Punkt)
  2. Beispiele (2 Punkte)
  3. Räuber - Beute (1 Punkt)
  4. Beispiele (2 Punkte)
  5. Wirt - Parasit (1 Punkt)
  6. Beispiele (2 Punkte)
  7. Überschneidung zwischen den Typen (1 Punkt)
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