VO Molekulare Humangenetik und Genomanalyse, Prof. Frischauf, WS 08/09

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Humangenetikprüfung vom 2.7.09

  • la) Was bedeutet informative Meiose (bezogen auf 2 polymorphe Marker)?
    • b) Was sind Mikrosatelliten und warum sind sie häufig informative Marker?
    • c) Ein SNP Polymorphismus hat Allelfrequenzen von 0.5 und 0.5. Ein 2 AllelRestriktionsfragmentlängenpolymorphismus hat die Allelfrequenzen 0.4 und 0.6. Welcher Polymorphismus ist informativer? Verwenden sie das Hardy Weinberg Gleichgewicht um die Frage zu beantworten.
    • 4. Erklären Sie den Begriff "Kopplungsungleichgewicht" in einem oder mehreren Sätzen, die die Worte "Allele", "Loci" und "Häufigkeit in der Population", aber nicht das Wort "Krankheit" enthalten.


  • 2. a) Ducherine'sche Muskeldystrophie ist eine X-rezessive Krankheit, die in früher Jugend lethal ist. Wie groß muß die Neurmitationsrate sein, damit die Häufigkeit der Krankheit in der Population gleich bleibt? (möglichst quantitative Anwort bitte).
    • b) Es gibt eine zweite Erkrankung, die dasselbe Gen betrifft, die Becker'sche Muskeldydstrophie, die einen wesentlich milderen Phänotyp als Duchenne'sche Muskeldystrophie hat. Das Gen hat in Becker oft mehrere ganze Exons durch Mutation verloren. Wie kommt der milde Phänotyp zustande?
    • [c) Chorea Huntington ist wie die Duchenne'sche Muskeldystrophie eine Trinucleotidexpansionskrankheit,es gibt aber sonst viele Untergchiede zwischen den beiden Erbkrankheiten, nicht nur im Phänotyp. Beschreiben sie andere Unterschiede vor allem genetische, und ihre Konsequenzen.]
    • Teilfrage wurde während der Prüfung ersetzt durch : Beschreiben sie die genetischen Eigenschaften von Chorea Huntington.
    • d) Wie kann man möglichst einfach eine Pränatal- oder präsymptomatische Diagenose für Chorea Huntington durchführen? Ist es sinnvoll eine Kopplungsanalyse durchzuführen, wenn in der Familie andere Fälle vorkommen?


  • 3. a) Was für Zusammenhänge gibt es zwischen Mutationshäufigkeit, Reparaturrnechanismen, Selektion und Krebs? (Nicht mehr als 3 Sätze)
    • b) Welche Arten von Mutationen kommen bei Krebs in Oncogenen, welche in Tumorsuppressorgenen vor? Geben Sie Beispiele an.
    • c) Wie wird die Konzentration von p53 in der Zelle geregelt? Was kann zB statt p53 mutiert sein und einen ähnlichen oder entgegengesetzten Effekt verursachen?
    • d) Was ist die Funktion der Cycline und ihrer Inhibitoren im Zellzyklus und in Krebs?


  • 4.a) Was für Arten von Genen können bei Translokationen zu Leukämien führen? Welche molekularen und zellulären Konsequenzen haben die Translokationen?
    • b) Kommt es auch in festen Tumoren zu Translokationen?
    • c) Ist es wahrscheinlicher daß X-Autosom Translokationen oder Translokationen zwischen 2 Autosomen einen starken Phänotyp haben? Was für Probleme entstehen?
    • d) Warum war das X Chromosom das erste Chromosom, dem viele rezessive Mutationen zugeordnet werden konnten?


Humangenetikprüfung vom 7.10.2011

  • 1. Kopplungsanalyse, Kopplungsungleichgewicht, Polymorphismen
    • a) Ein SNP Polymorphismus hat Allelfrequenzen von 0,5 und 0,5. Ein 2 Allel-RFLP hat die Allelfrequenzen 0,4 und 0,6. Welcher Polymorphismus ist informativer? (Rechnung)
    • b) In kodierenden Sequenzen kommen im Gegensatz zu den meisten anderen Sequenzen kaum (CA)n Mikrosatelliten-Polymorphismen vor. Hat das einen Grund?
    • c) Unter welchen Bedingungen kann man das Hardy-Weinberg Gleichgewicht nicht anwenden um aus Allelfrequenzen Homozygoten- und Heterozygotenfrequenzen zu bestimmen? Beispiel(e)
    • d) Welche Arten von DNA Polymorphismen gibt es und wie kann man sie sichtbar machen (klassisches Beispiel: RFLP)? Wie macht man heute einen RFLP sichtbar? (Tip: PCR ist oft praktisch) Mindestens zwei weitere Polymorphismen.
  • 2. Erbkrankheiten
    • a) Cystische Fibros ist eine häufige rezessive Erkrankung. Linkage Disequilibrium (Kopplungsungleichgewicht) Daten waren wichtig für die Kartierung des Gens. Was sagt das über die Mutationsrate aus?
    • b) Cystische Fibrose kommt in ca. 1 von 2500 Neugeborenen in England vor. Was sagt das über die Trägerfrequenz aus? (Hardy-Weinberg verwenden)
    • c) Das Gen für Duchenne Muscular Dystrophy (DMD) wurde am X-Chromosom genauer lokalisiert, weil der Krankheitstyp in einem Mädchen mit einer X-Autosom-Translokation auftrat. DMD ist X-linked rezessiv. Wieso hatte das Mädchen einen DMD Phänotyp?
    • d) Haben alle betroffenen Kinder eines Huntington Disease-Patienten dieselbe Trinukleotidrepeatlänge? Warum?
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