VO Organisation und Evolution der Tiere, Teil Prof. Lametschwandtner, Fragenkatalog
Aus BioSalzburg
(Weitergeleitet von VO Organisation)
Im folgenden findet ihr den Fragenkatalog zur VO Organisation & Evolution der Tiere / Teil Lametschwandtner. Der Fragenkatalog ist leider nicht vollständig ausgearbeitet, aber er sollte trotzdem eine kleine Hilfe sein. Ausserdem ist jeder eingeladen, den Fragenkatalog selbst zu ergänzen und zu vervollständigen.
Die Fragen 1 - 83 sind allgemeine, durcheinander gestellte Fragen. Ab Frage 84 beginnen die Fragen nach dem Skriptum! Ich hoffe, er ist allen eine Hilfe, die die Klausur noch schreiben müssen.
- Die Sauerstoffdissoziationskurve von Hämoglobin liegt bei pH 7,4 links von der entsprechenden Kurve bei pH 7,2. Das heisst, dass Hämoglobin bei pH 7,4 und gleichbleibenden anderen Bedingungen eine höhere Affinität zu Sauerstoff aufweist als bei pH 7,2.
- Der Bohr-Effekt wird durch pH-Erniedrigung ausgelöst. Er bewirkt, dass das Hämoglobin im Gewebe den Sauerstoff leichter abgeben kann.
- Der Carboanhydrase (CAH) kommt beim Transport des Kohlendioxids vom Gewebe zur Lunge – und indirekt auch der Abgabe des Sauerstoffes im Gewebe - eine grosse Bedeutung bei. Wo findet sich die CAH und worin liegt ihre Bedeutung (Reaktionsgleichung anschreiben!)
- Die Carboanhydrase findet sich (im Bezug auf die Respiration) in den Erythrozyten. Dort wirkt es als Enzym für die Umwandlung von CO2 mit Wasser zu Kohlensäure und weiter zu Hydrogencarbonat. Gleichung: CO2 + H2O → HCO3- + H+. Weitere Bedeutung in der Regulation des Säure-Base-Haushalts in der Niere, Salzsäureproduktion in der Magenschleimhaut oder Sekretion von Bicarbonat in der Bauchspeicheldrüse.
- Die Vitalkapazität eines Erwachsenen beträgt durchschnittlich 5-7 L, das Atemzugvolumen (in Ruhe) beträgt 500 mL, das exspiratorische Reservevolumen beträgt 2-3 L, das inspiratorische Reservevolumen liegt bei 2-3 L.
- Was verursacht die akute Höhenkrankheit? Nennen Sie mindestens drei Symptome dieser Krankheit.
- Die akute Höhenkrankheit wird verursacht durch zu geringe Sauerstoffversorgung und zu niedrigen Luftdruck
- Symptome: Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verschlechterung geistiger Fähigkeiten
- Der mit zunehmender Höhe abnehmende Sauerstoffpartialdruckes bewirkt beim Bergsteiger (in der richtigen Reihenfolge):
- Venilation der Lunge wird erhöht
- zuviel CO2 aus Blut abgeatmet
- Blut-pH wird alkalischer (höher)
- Reizung des Atemzentrums wird verringert
- Ventilation der Lunge sinkt
- Sauerstoffversorgung der Gewebe sinkt
- Ventilation der Lunge wird erhöht
- Nennen Sie je zwei Arten des passiven und des aktiven Stofftransportes:
- Passiv: Kontrollierte Diffusion, Unkontrollierte Diffusion
- Aktiv: Aktiver Transport (gegen Konzentrationsgradient), Bläschentransport
- Das 1. Ficksche Diffusionsgesetz lautet M = -D x A x dc/ds. Geben Sie an, wofür die einzelnen Faktoren stehen.
- M = diffundierte Substanzmenge
- A = Fläche, an der Diffusion stattfindet
- D = Diffusionskoeffizient
- dc/ds = Konzentrationsgradient
- Bringen Sie die nachfolgend genannten Bauelemente des Herz-Kreislaufsystems in die richtige Reihenfolge, sodass ein geschlossenes, funktionsfähiges Kreislaufsystem entsteht: 1 Kapillare, 2 Herz, 3 Arterie, 4 Venole, 5 Arteriole, 6 Vene
- Herz – Arterie – Arteriole – Kapillare – Venole – Vene - Herz…
- Exocytose und Endozytose: Definition, Transportart (aktiv, passiv), Beispiel für Vorkommen
- Endozytose: Stoffaufnahme über Membraneinstülpungen, Exocytose: Stoffabgabe über Transportvesikel, das mit der Zellmembran verschmilzt. Endo- und Exocytose sind aktive Vorgänge, Diffusion ist etwa passiv.
- Bsp: Einzeller: Nahrungstoffe werden über Endocytose aufgenommen; Sauerstoff via Diffusion; Exocytose etwa bei Drüsen
- Unter anderen Faktoren spielt das Konzentrationsgefälle (dc/ds) bei der Diffusion eine wichtige Rolle. Führen Sie ein Beispiel an, wie dieses Gefälle vergrößert oder verkleinert werden kann.
- Konzentrationsunterschied erhöht das Gefälle, Abstandsvergrößerung verringert das Gefälle. Durch gezielten Cillienschlag kann das Konzentrationsgefälle aufrecht gehalten werden.
- Bringen Sie die nachfolgend genannten Bauelemente des Herz-Kreislaufsystems in die richtige Reihenfolge, sodaß ein geschlossener, funktionsfähiger Kreislauf entsteht: 1 Arterie, 2 Venole, 3 Arteriole, 4 Vene, 5 Kapillare, 6 Herz
- Herz – Arterie – Arteriole – Kapillare – Venole – Vene - Herz…
- Durch ein Blutgefäß fließen pro Minute 64 ml Blut. Durch den Einfluß des Hormons Adrenalin verringert sich bei gleichbleibendem Blutdruck der Gefäßdurchmesser auf die Hälfte. Wieviel Blut fließt nunmehr pro Minute durch das Gefäß?
- Es fließen 4 mL pro Minute durch das Gefäß (nach Hagen-Poisseuille: r^4: (½)^4 = 1/16)
- Nennen Sie zwei Möglichkeiten, bei denen es zu einer Eindickung (=Zunahme der Viskösität) des Blutes kommen kann
- Zunahme der Blutkörperchen, Abnahme des Wassergehalts des Blutes / Dehydration
- Welche Vorteile hat ein geschlossenes Kreislaufsystem gegenüber einem offenen Kreislaufsystem
- Es kann ein hoher Druck im System erzeugt werden und damit eine Niere „betrieben“ werden, in der „Ultrafiltration“ zur Harnbildung dient
- Es kann eine schnelle Blutzirkulation erfolgen
- Es kann mit einem geringen Blutvolumen der Körper ausreichend versorgt werden – energetisch günstig
- Was versteht man unter Vasculogenese?
- Erste Anlage des Blutgefäßsystems
- Was bestimmt, wann ein Blutgefäßsystem angelegt wird?
- Ein Blutgefäßsystem ist dann notwendig, wenn eine ausreichende Versorgung der Zellen innerhalb eines mehrzelligen Lebewesens durch Diffusion alleine nicht mehr gewährleistet ist (würde zur Hypoxie führen). Ab ungefähr 1mm^3 Körpergröße unverzichtbar.
- Diffusion ist passiver Transport; Exocytose ist aktiver Transport
- Das 1. Ficksche Diffusionsgesetz lautet M = D x A x dc/ds. Geben Sie an, unter welchen Bedingungen D gegen Null geht und die Diffusion somit zum Erliegen kommt.
- Der Diffusionskoeffizient ist ein Maß für die Beweglichkeit der Teilchen, die direkt von der Temperatur abhängt. Geht die Temperatur gegen Null geht der Diffusionskoeffizient gegen Null.
- Durch ein Blutgefäß fließen pro Minute 10 ml Blut. Durch den Einfluß des Überträgerstoffes Acetylcholin erweitert sich bei gleichbleibendem Blutdruck der Gefäßdurchmesser auf das Doppelte. Wieviel Blut fließt nunmehr pro Minute durch das Gefäß?
- Es fließen 160 mL pro Minute durch das Gefäß (nach Hagen-Poisseuille: r^4: 2^4 = 16)
- Woraus besteht das Blut
- Aus flüssigem Blutplasma (Wasser und darin gelöste Stoffe) sowie festen Blutzellen (Erythrocyten, Leukocyten, Thrombocyten)
- Charakterisieren Sie ein offenes Kreislaufsystem. Was sind die Vorteile, was die Nachteile?
- Blut verlässt stellenweise die Röhren (Blutgefäße) und strömt in Gewebslücken
- Vorteile: Das System hat keine Vorteile
- Nachteile: kein hoher Druck im System möglich, dadurch keine Niere möglich – Ausscheidung muss aktiv erfolgen; großes Blutvolumen nötig – energetisch aufwendig
- Was versteht man unter Angiogenese, was unter Vasculogenese?
- Vasculogenese: erste Anlage des Blutgefäßsystems
- Angiogenese: Entwicklung von Blutgefäßen aus bereits bestehenden Gefäßen
- Wie können Sie den Blutfluß in einem Gefäß berechnen?
- nach dem Hagen-Poisseuille'schen Gesetz:
- :
- Welcher Zelltyp ist für das Engerstellen eines Blutgefäßes verantwortlich?
- Gefäßmuskulatur / glatte Muskelzellen
- Ein Mensch verliert durch eine schwere Verletzung sehr viel Blut. Wie wirkt sich dies auf seinen Blutdruck aus und mit welcher Maßnahme kann man dem begegnen?
- Der Blutdruck sinkt, durch Ausschüttung von Adrenalin werden die Gefäße enger gestellt. Der Blutdruck erhöht sich
- Das Herzminutenvolumen (HMV) berechnet sich nach folgender Formel: HMV = Frequenz * Schlagvolumen: (Abkürzungen erläutern). Beim Menschen beträgt es in Ruhe 70/min x 70 ml = 4900 ml/min = 5 l/min
- Zeichnen Sie das Arbeitsdiagramm des Herzens und tragen Sie jenen Punkt ein, an dem sich die Aortenklappe öffnet .
- Aus welchen Abschnitten setzt sich das Erregungsleitungssystem des Herzens eines Säugetieres zusammen ?
- Sinusknoten, AV-Knoten, His-Bündel, Aschoff-Tawara-Schenkel, Purkinje-Fasern
- Die Windkesselfunktion der Aorta bewirkt, dass kinetische Energie in potentielle Energie umgesetzt wird, die dann zur Strömung des Blutes in die Peripherie verwendet wird. Ermöglicht wird die Windkesselfunktion der Aorta durch die elastische Gefäßwand.
- Für das Herz ist eine ausreichend lange Diastole ist wichtig für Entspannungsphase und Füllungsphase
- Nennen Sie zwei Charakteristika der Herzmuskulatur.
- Reizantwort: "Alles oder nichts", nicht tetanisierbar
- Zeichnen Sie das Arbeits-Diagramm des Herzens. Versehen Sie die einzelnen Strecken mit den Buchstaben A, B, C und D und geben Sie an, welche Strecken der Systole entsprechen. Zutreffendes ankreuzen. 0 AB 0 BC 0 CD 0 DA 0 AC 0 BD 0 DB 0 CA
- Nennen Sie zwei Möglichkeiten, das Schlagvolumen des Herzens zu erhöhen.
- Ausdauertraining ("Sportlerherz"), Tauchen: Der erhöhte hydrostatische Druck führt vermehrt Blut zum Herzen, dessen Schlagvolumen erhöht sich.
- Das Herz der Fische besitzt 1 Vorkammer(n)(Atrien) und 1 Hauptkammer(n)(Ventrikel), das der Vögel 2 Vorkammer(n) und 2 Hauptkammer(n).
- Nennen Sie zwei Tiergruppen, die Röhrenherzen besitzen.
- Insekten, Acrania
- Tragen Sie in das Arbeitsdiagramm des Herzens jenen Punkt ein, an dem die Systole beginnt.
- Wo finden sich die elastischen Arterien, wo die muskulären Arterien ?
- herznah: elastisch; herzfern: muskulär;
- Die Erregungsleitung zwischen den einzelnen Abschnitten des Erregungsleitungssystems des menschlichen Herzens ist blockiert und es kommen die Eigenfrequenzen der einzelnen Schrittmacher zum Vorschein. Welche Frequenzen haben diese ? a) Sinusknoten: 75 b) Atrioventrikularknoten 40 c) His-Bündel: 20
- In welchen Abschnitten des Kreislaufsystems (in welcher Kategorie von Blutgefässen) findet der steilste Blutdruckabfall statt ?
- Ateriolen
- Beschreiben Sie (in Zahlen) den Weg des Blutes im Kreislauf. des Menschen. Bringen Sie dazu die nachfolgend angeführten Bereiche in die richtige Reihenfolge, wie sie durchflossen werden. Beginnen Sie mit der linken Hauptkammer: 1 linke Vorkammer, 2 Lunge, 3 linke Hauptkammer, 4 Körper, 5 rechte Hauptkammer, 6 rechte Vorkammer
- 3, 4, 6, 5, 2, 1
- Das Kreislaufsystem der Fische ist ein Einfachkreissystem, das der Säuger ein Doppelkreissystem.
- Gekammerte Herzen finden sich bei Wirbeltieren. Das Herz der Amphibien weist 3 Kammern (Vor- und Hauptkammern) auf.
- Tragen Sie in das Arbeitsdiagramm des Herzens jenen Punkt ein, an dem die Füllungsphase der linken Hauptkammer beginnt.
- In welchem Abschnitt des Kreislaufsystem fließt das Blut am langsamsten ? Wo liegt der größte Gesamtquerschnitt der Blutgefässe vor ? Das Blut fließt in Kapillaren am langsamsten; der größte Querschnitt liegt Kapillaren vor.
- Sie vergleichen die Herzschlagfrequenzen gleichgroßer Kalt- und Warmblüter. Dabei finden Sie, dass die Herzschlagfrequenzen der Kaltblüter niedriger sind. Innerhalb einer Gruppe haben größere Tiere eine niedrigere Herzfrequenz.
- Die Diastole des Herzens ist wichtig für a) Entspannungsphase und b) Füllphase
- Das Membranruhepotential einer Schrittmacherzelle des menschlichen Herzens ist instabil wird über die Zeit zunehmend negativer
- Der Blutdruck ist von der Schwerkraft abhängig.
- Bei einer Giraffe beträgt der Blutdruck auf Herzniveau ca 260 .mmHg, auf Kopfniveau 100 .mmHg.
- Beim Menschen wird der Blutdruck auf zwei Ebenen geregelt. Es sind dies Fernregulation und Lokale Durchblutungsregulation
- In einem bestimmten Bereich einer Kapillare messen Sie einen hydrostatischen (hydraulischen) Druck von 22 mm Hg und einen kolloidosmotischen Druck von 16 mm Hg. An dieser Stelle erfolgt gerade Filtration
- Zu welchem/n der unten angeführten Regulationsmechanismen gehört Stickstoffoxid (NO), zu welchem/n Adrenalin (A). Zutreffendes ankreuzen und Abkürzung (NO, A) dazu anmerken. NO = Endothelmediierte Regulation ; Adrenalin = Hormonale Regulation (Hormon des Nebennierenmarks)
- Eine Ansammlung von Laktat in einer Vene des Darmes führt in diesem Blutgefäß zu einer Gefäßerweiterung und einer Steigerung des Blutflusses
- Wenn sich die glatten Muskelzellen in der mittleren Wandschicht einer Vene und einer gleich großen Arterie um den gleichen Betrag verkürzen, so wird die Vene im Vergleich zur Arterie ihren Durchmesser weniger stark verändern
- Werden in eine gleich große Arterie und eine gleich große Vene die gleichen Volumina an Flüssigkeit eingefüllt, so steigt der Druck in der Arterie steiler an als in der Vene
- In einem bestimmten Bereich einer Kapillare messen Sie einen hydrostatischen (hydraulischen) Druck von 14 mm Hg und einen kolloidosmotischen Druck von 16 mm Hg. An dieser Stelle erfolgt gerade Resorption
- Zu welchem/n der unten angeführten Regulationsmechanismen des Blutdruckes gehört Acetylcholin (Ach), zu welchem/n Wasserstoff-Ionen (H+). Zutreffendes ankreuzen und Abkürzung (Ach, H+) dazu anmerken. Ach= Neurale Regulation; H+ = Lokal-metabolische Regulation
- Wird die sympathische Innervation des Herzens gehemmt, so ist eine Abnahme der Herzfrequenz der Herzfrequenz zu beobachten
- Wodurch ist der hydrostatische Druck gegeben, wodurch der kolloidosmotische Druck?
- Hydrostatischer Druck: Blutdruck bzw. Die Masse der Flüssigkeit unter dem Einfluss der Gravitation bewirkt einen Druck
- Kolloidosmotische Druck: Anzahl der in der Lösung vorhandenen Makromoleküle
- Wie kommt es zur Ödembildung ?
- Ist das Gleichgewicht zwischen Filtration und Resorption zugunsten der Filtration verschoben, so bleibt vermehrte Flüssigkeit im Gewebe
- Wenn bestimmte Zellen sehr aktiv sind produzieren sie viel Milchsäure (Laktat) und Wasserstof-Ionen. Dies führt bei bzw in den benachbarten Blutgefässen (nicht Kapillaren) zu Gefäßerweiterung & Blutdruckabfall & Blutflusszunahme & Abnahme der Strömungsgeschwindigkeit
- In einem bestimmten Bereich einer Kapillare messen Sie einen hydrostatischen (hydraulischen) Druck von 16 mm Hg und einen kolloidosmotischen Druck von 16 mm Hg. An dieser Stelle erfolgt gerade keines von beiden
- Zu welchem/n der unten angeführten Regulationsmechanismen des Blutdruckes gehört Adrenalin (A), zu welchem/n Wasserstoff-Ionen (H+). Zutreffendes ankreuzen und Abkürzung (A, H+) dazu anmerken. A = Hormonale Regulation; H + = Lokal-metabolische Regulation
- Die Herzmuskulatur gehorcht dem „Alles oder Nichts-Prinzip“. Sie ist nicht tetanisierbar und weist eine absolute Refraktärzeit eine relative Refraktärzeit auf
- Nennen Sie drei Atmungsorgane und geben Sie jeweils eine Tierart an, bei der dieses Atmungsorgan vorkommt.
- Kiemen : wasserlebende Wirbeltiere etwa Walhai (Rhincodon typus)
- Lungen: landlebende Wirbeltiere etwa Mensch (Homo sapiens sapiens)
- Tracheen: landlebende Gliederfüßer etwa Honigbiene (Apis milifera)
- Welche zwei Atmungsarten weist der Mensch auf. Welche Muskeln ermöglichen die eine Atmungsart, welche die andere?
- Brustatmung (Zwischenrippenmuskulatur); Bauchatmung (Zwerchfellmuskulatur)
- In Ruhe beträgt das Atemzugvolumen des Menschen etwa 500 ml. Bei maximaler Einatmung und maximaler Ausatmung können in Ruhe durchschnittlich 3500ml Luft ausgeatmet werden. Die Vitalkapzität des Menschen beträgt etwa 5-7 Liter
- Zeichnen sie die Sauerstoff-Dissoziationskurve von Hämoglobin. Beschriften Sie sie, zeichnen Sie den p50-Wert ein und geben Sie jeweils zwei Bedingungen an, die zu einer Linksverschiebung der Kurve führen.
- Steigender pH-Wert und fallender CO2 Wert
- Beschreiben Sie den Weg des Sauerstoffes von der Umgebungsluft (Atemluft) bis zum endgültigen Verbraucher (alle anatomischen Bereiche und Kompartimente, die der Sauerstoff passieren muß, in der richtigen Reihenfolge anführen)
- Nase/Mund – Luftröhre – Lunge – Hauptbronchien - Bronchiolen - Lungenbläschen - Blutplasma - Rote Blutkörperchen (Erythrocyten) - Zelle/Cytoplasma - Mitochondrien
- Das Atemzentrum des Menschen liegt im Bereich Medulla oblongata. Es steuert Ein/Ausatmen.
- Die Regulation der Atmung.
- Bei landlebenden Tieren wird vorrangig der Kohlendioxidgehalt der Körperflüssigkeit geprüft. Steigt der CO2 Gehalt wird die Atmung erhöht. Abfallen des CO2 Gehalts hat die gegenteilige Wirkung
- Was ist das Totraumvolumen? Wann spielt es bei der Atmung eine zunehmend größere Rolle?
- Der Totraum ist der Raum des Atemsystems, der nicht am pulmonalen Gasaustausch beteiligt ist (Etwa Mund, Rachen, Nase). Im Totraum wird die Luft nur hin/herbewegt. Wird der Totraum vergrößert (etwa beim Schnorcheln) gelangt zuwenig Frischluft in die Lunge
- In Ruhe beträgt das Atemzugvolumen des Menschen etwa 500 ml. Bei maximaler Einatmung und maximaler Ausatmung können in Ruhe durchschnittlich 5000-7000 ml Luft ausgeatmet werden. Das anatomische Totraumvolumen des Menschen beträgt etwa 0,150 Liter
- Zeichnen sie die Sauerstoff-Dissoziationskurve von Myoglobin. Beschriften Sie sie, zeichnen Sie den p50-Wert Ein.
- Erklären Sie die Begriffe Ventilation, Perfusion, Diffusion und Konvektion.
- Ventilation: Transport der Atemgase von Umgebung zu bzw von den respiratorischen Epithelien
- Diffusion: Gase gelangen über respiratorische Epithelien in Körperflüssigkeit (Blut, Hämolymphe, Coelomflüssigkeit)
- Perfusion: ist die der Ventilation angepaßte Durchblutung der Atmungsorgane
- Konvektion: ist der Transport der Atemgase von den respiratorischen Epithelien zu und von den Zellen
- Nennen Sie jeweils drei Bedingungen, die zu einer Zunahme oder einer Abnahme der Affinität des Hämoglobins zum Sauerstoff führen.
- Temperatur: wenn Temperatur steigt, sinkt Affinität
- C02: C02 steigt, Affinität sinkt
- pH: pH steigt, Affinität steigt
- Welche Bedeutung spielen Rippenfell, Lungenfell und Zwerchfell für die Atmung?
- Rippenfell & Lungenfell: Sorgen für Unterdruck, damit die Lunge sich dem ausdehnenden Brustkorb folgt.
- Zwerchfell: Kontraktion der Muskulator sorgt Ausdehnung des Brustkorbs
- Beschreiben Sie den Regelkreis, über den Atemfrequenz und Atemtiefe gesteuert werden.
- Zeichnen Sie die Sauerstoff-Dissoziationskurve von Hämoglobin. Beschriften Sie sie, zeichnen Sie den p50-Wert ein und führen Sie jeweils zwei Bedingungen an, unter denen es zu einer Rechtsverschiebung bzw.zu einer Linksverschiebung der Kurve kommt.
- Ein Vergleich der Atemfrequenz gleich großer Kaltblüter und Warmblüter zeigt, dass die der Kaltblüter niedriger ist als die der Warmblüter. Bei Warmblütern haben die kleineren Tiere eine höhere Atemfrequenz als die grösseren Tiere.
- Die Löslichkeit der Atemgase wird mit zunehmendem Druck steigen, mit abnehmender Temperatur steigen und mit zunehmender Salinität sinken
- Wenn die Lungenepithelzellen dicker werden, so wird die Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut dadurch verschlechtert
- Erklären Sie die Begriffe Anabolismus und Katabolismus.
- Anabolismus: Aufbau von körpereigenen Bestandteilen
- Katabolismus: Abbau von Stoffwechselprodukten
- Was charakterisiert Leben?
- Stoffwechsel (Metabolismus)
- Selbstreproduktion (Fortpflanzung)
- chemische Einzigartigkeit
- Komplexität und hierarchische Ordnung
- Besitz eines erblichen Programmes
- Entwicklung
- Wechselwirkung mit der Umwelt
- Beschreiben Sie stichwortartig die Hierarchie im Bau eines Oganismus.
- Organsysteme – Organe – Gewebe – Zellen – Moleküle - Atome
- Intra- und interzelluläre Kommunikation
- Über elektrische oder/und chemische Signale, die über Rezeptoren wirken
- Intra- Kommunikation: Abstimmung der Prozesse bei Einzellern
- Inter- Kommunikation: Abstimmung zwischen Zellen bei Vielzellern
- Vergleichen Sie die Wirkweise des Nervensystems und des Hormonsystems.
- Nervensystem: schnell, aber kurz; über Nervenbahnen; lokal begrenzt
- Hormonsystem: langsam, aber lang; über Blutbahn; großflächig
- Was sagt Ihnen der Name Theodor Schwann ?
- Deutscher Physiologe, Entdecker der Schwannschen Zellen (Myelinscheide der Nervenzellen)
- Nennen Sie 5 Unterschiede zwischen Prokaryoten und Eukaryoten.
- Eukaryoten (nicht bei Prokaryoten): Zellkern, DNA in Chromosomen organisiert, Kompartimente, Zelle größer, komplexe Zellteilung (Mitose)
- Zu den Prokaryoten gehören Bakterien, Archeen zu den Eukaryoten gehören Protisten, Pilze, Pflanzen, Tiere
- Führen Sie 6 Leistungen von Zellen an.
- Zell/Kernteilung; Wachstum; Bewegung; Differenzierung; Syntheseleistungen; Abwehr/Entgiftungsfunktion
- Nennen Sie fünf Methoden zur Untersuchung von Zellen
- Auge; Lupe; Lichtmikroskop; Elektronenmikroskop; Kraftmikroskop
- Geben Sie Grenzen der Auflösung des Auges, des Lichtmikrokops und des Elektronenmikroskops an
- Auge: 0,1 mm; Lichtmikroskop: 0,3 μm; Elektronenmikroskop: 0,2 nm
- Nennen Die die drei Zellformen.
- plattig; isoprismatisch; hochprismatisch
- Größe und Lebensdauer tierischer Zellen
- 7,5 – 100 μm; 1 – 10000 Tage
- Zeichnen Sie eine hochprismatische Epithelzelle, benennen Sie seine Seiten und geben Sie ein Beispiel für das Vorkommen einer derartigen Epithelzelle.
- basal, lateral, apikal; Vorkommen: Magenschleimhaut
- Zeichnen Sie eine isoprismatische Zelle und geben Sie an, wo derartige Zellen zu finden sind.
- Vorkommen: Nierentubuli
- Zeichnen Sie eine Plattenepithelzelle und geben Sie ein Beispiel für ihr Vorkommen.
- Vorkommen: Endothel
- Nennen Sie 5 Zellorganellen einer Säugetierzelle
- Golgi-Apparat; Lysosom; Mitochondrien; ER; Kern
- Golgi-Apparat, Lysosom und Endosom
- Was bedeutet Endocytose, was Exocytose und was Transcytose ?
- Endocytose: Einstülpungsvorgang der Biomembran, bei dem sich ein/e Zelle/Kompartiment einen Flüssigkeitstropfen oder größere Nahrungsteilchen bis zu kleineren Zellen einverleibt.
- Exocytose: Vorgang, bei dem Stoffe aus der Zelle an die Zellumgebung abgegeben werden
- Transcytose: Transport von extrazellulärem Material durch die Zelle hindurch (Kombination aus Endocytose und Exocytose)
- Phagocytose und Pinozytose.
- Phagocytose: Aufnahme fester Partikel (Zellfressen)
- Pinocytose: Aufnahme gelöster Partikel (Zelltrinken)
- Welche Form und welche Größe (Länge) haben menschliche Erythrocyten, glatte Muskelzellen und eine menschliche Eizelle ?
- Menschliche Erythrocyten: rund, scheibchenförmig Durchmesser ca. 5 μm
- Glatte Muskelzelle: langgezogen und dünn; Länge ca. 300 μm
- Menschliche Eizelle: spährisch, Durchmesser ca. 200 μm
- Die größten roten Blutkörperchen besitzen Amphibien. Diese Blutkörperchen haben eine ovale Form und besitzen keinen Zellkern.
- Beschreiben Sie stichwortartig die Funktionen einer Zellmembran
- Grenzschicht gegen außen; Erkennung anderer Zellen; Träger von Rezeptorproteinen
- Welche Rezeptoren können Zellen besitzen ?
- Ionenkanäle; Enzyme; G-Proteine
- Nennen Sie 4 Transportarten durch die Zellmembran.
- Un-/Kontrollierte Diffusion; aktiver Transport; Bläschentransport
- Nennen Sie die Elemente des Zytoskeletts
- Mikrotubuli; Mikro-(Aktin-)Filamente; Intermediärfilamente
- Beschreiben Sie die Unterschiede in Bau und Funktion von Zilien und Centriolen.
- Zilien: Mikrotubulus-Dupletten (9x2 + 1x2); Flimmerhaare, Geißeln
- Centriolen: 9 Mikrotubulus-Tripletten; jede Zelle mit 2 Centriolen; steuern Zellteilung; Basalkörperchen
- Nennen Sie die Phasen des Zellzyklus und charakterisieren Sie diese stichwortartig.
- Mitose: Kern- und Zellteilung
- Interphase: G1-Phase: Wachstumsphase, (G0-Phase: Ruhephase; nicht mehr teilungsfähige Zellen bleiben in G1-Phase), S-Phase: DNA-Synthesephase, G2-Phase: Reparatur- und Vorbereitungsphase
- Was ist ein Gewebe. Geben Sie an, was die Entwicklung von Geweben ermöglicht hat.
- Verband gleichartig differenzierter Zellen
- Beschreiben Sie die drei wichtgsten Zell-Zell-Verbindungen
- Desmosom, Tight junction, Gap junction
- Zählen Sie die Grundgewebsarten auf und geben Sie an, welches der Keimblätter sie bildet.
- Epithelgewebe: aus Ektoderm, Mesoderm und Endoderm
- Muskelgewebe: aus Ektoderm, Mesoderm und Endoderm
- Binde- und Stützgewebe: aus Mesoderm
- Nervengewebe: aus Ektoderm
- Was ist Metaplasie, was Hyperplasie was Hypertrophie?
- Metaplasie: reversible Umwandlung einer Gewebeart in eine andere (nur bei gleicher Gewebsgruppe)
- Hyperplasie: Vergrößerung eines Gewebes durch Vermehrung der spezifischen Parenchymzellen
- Hypertrophie: Vergrößerung eines Gewebes durch Vergrößerung der Zellen
- Welche Epithelarten gibt es?
- Oberflächen- oder Deckepithelien; Drüsenepithelien; Sinnesepithelien
- Zeichnen Sie ein einschichtiges, hochprismatisches Epithel.
- Siehe http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Illu_epithelium_de.png (Bild enthält auch die anderen Epithelarten)
- Zeichnen Sie ein einschichtiges isoprismatisches Epithel
- Zeichnen Sie ein einschichtiges Plattenepithel
- Zeichnen Sie ein mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel
- Zeichnen Sie ein mehrreihiges Epithel.
- Nennen Sie 5 Modifikationen (Differenzierungen) von apikalen Zelloberflächen
- Kruste, Kutikula, Mikrovilli, Stereozilien, Kinozilium
- Nennen Sie 6 Funktionen von Oberflächen (Deck-)epithelien
- Schutz, Resorption, Motorik, Sekretion, Exkretion, Gasaustausch
- Wann ist eine Drüse exokrin, wann endokrin?
- Exokrin: gibt Sekret an freie Oberflächen ab (zB. Hautoberfläche, Mundhöhle, Darmlumen)
- Endokrin: gibt Sekret in Blutgefäße ab
- Nennen Sie 4 exokrine Drüsen
- Schleimdrüse, Tränendrüse, Speicheldrüse, Schweißdrüse
- Nennen Sie 4 endokrine Drüsen des Menschen
- Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Zirbeldrüse, Keimdrüsen (Eierstock, Hoden)
- Nennen Sie 3 Drüsentypen (nach der Form)
- zB. gewundene Tubulardrüse, einfache Tublardrüse, verzweigte Tubulardrüse
- Funktionen der Sinnesepithelien. Geben Sie zwei Beispiele für das Vorkommen von Sinnesepithelien
- dienen der Reizaufnahme bzw. Reizübermittlung; zB. In Geschmacksknospen, im Innenohr, im Gleichgewichtsorgan
- Arten und Aufgaben des Stützgewebes
- Zellreich: Fettgewebe (braunes/weißes Fett)
- Grundsubstanzreich: Knorpel (hyalin, elastisch, fasrig), Knochen
- Nennen Sie die drei Arten des Bindegewebes, geben Sie ihre charakteristischen Eigenschaften an, und geben Sie je ein Beispiel für das Vorkommen dieses Bindegewebes
- Kollagenes Bindegewebe; Füllmaterial der Zwischenräume, etwa um Gefäße
- Elastisches Bindegewebe; herznahe Arterien
- Fasriges Bindegewebe; Sehnen
- Nennen Sie die drei Arten des Muskelgewebes
- Glatte Muskulatur (unwillkürlich)
- Skelettmuskulatur (willkürlich)
- Herzmuskulatur
- Vergleichen Sie die drei Muskelarten hinsichtich ihrer Reizantwort
- Glatter Muskel: abgestuft
- Skelettmuskel: abgestuft
- Herzmuskel: „Alles-oder-Nichts“
- Aufbau und Funktion der glatten Muskulatur
- Bauelemente des Nervensystems
- Nervensystem (ZNS und PNS) aufgebaut aus Nervengewebe
- Nervengewebe umfasst Nervenzellen (Neurone) und Gliazellen
- Zeichnen Sie ein Neuron und beschriften Sie die einzelnen Komponenten
- Was ist ein Organ ? Charakterisieren Sie die Begriffe Parenchym und Stroma.
- Ein Organ besteht aus verschiedenen Geweben, die alle einer gemeinsamen Funktion dienen
- Parenchym: das durch Funktionszellen eines Organs gebildete Gewebe
- Stroma: Gewebe zwischen Parenchym, vorwiegend Blurgefäße, Nerven, Bindegewebe
- Schreiben Sie das Ficksche Diffusionsgesetz an.
- dQ = -D.A.(du/dx)dt
- Schreiben Sie das Hagen-Poisseuille`sche Gesetz an und geben Sie an, was die einzelnen Parameter sind.
- Gasaustausch und Nahrungsaufnahme bei Einzellern
- Gastaustausch erfolgt über Diffusion, Nahrungsaufnahme über Endocytose
- Gasaustausch bei mehrzelligen Tieren
- Benötigen ein aktives Respirationssystem (Kieme, Lunge bzw. Tracheen)
- Beschreiben Sie das „Fluid Mosaic Modell“ der Zellmembran von Singer und Nicolson.
- In einer Doppellipidschicht weisen die Hydrophilen Teile nach außen, die hydrophoben nach innen. Auf der Doppelschicht "schwimmen" Proteine oder tauchen in sie ein.
- Das Kreislaufsystem des Regenwurms
- Geschlossenes Kreislaufsystem. Dorsales Gefäß transportiert Blut nach vorne (rostral), Ventrales Gefäß transportiert Blut nach hinten, 5 Paar Lateralherzen, im Speiseröhrenbereich, pumpen Blut von Dorsalgefäß zum Ventralgefäß
- Herzmasse und Körpermasse bei Säugetieren
- Herzmasse nimmt direkt proportional mit Körpermase zu
- Skizzieren Sie den ancestralen Zustand des Aufbaues des Wirbeltierherzens
- Beschreiben Sie den Weg des Blutes im Fischherz
- Herz 1 Ventrikel, 1 Atrium; Herz pumpt nur O2 armes Blut; Ductus cuvieri -> Sinus venosus -> Atrium -> Ventrikel -> Conus -> Ventralaorta - > Kiemen -> Körper -> Ductus cuvieri
- Bau und Funktion des Amphibienherzens
- 1 Sinus venosus, 2 Atrien, 1 Ventrikel (ohne Scheidewand), 1 Conus arteriosus; 2 Atrium; Muskelbalken sorgen dafür, dass sich O2 armes und O2 reiches Blut nicht vermischen.
- Bau des Schildkrötenherzens
- 2 Atrien; 1 Ventrikel (Ventrikel noch keine Scheidewand, aber bereits funktionell in Abschnitte unterteilt): Cavum arteriosum, Cavum venosum, Cavum pulmonale
- Die Zirkulation des Krokodils beim Aufenthalt an Land und beim Tauchen
- Krokodilherz besitzt 2 Atrien + 2 Ventrikel
- Bei luftatmenden Reptilien (Krokodilen): Linker Aortenbogen gegen den rechten Ventrikel, der Blut in die Lungenarterie pumpt, abgeschlossen
- Untergetaucht: Rechter Ventrikel pumpt Blut sowohl in die Lungenarterie als auch in den linken Aortenbogen
- Beschreiben Sie den Weg des Blutes im menschlichen Herzen. Beginnen Sie mit dem venösen Rückstrom aus den Hohlvenen
- Sauerstoffarmes Blut über die Hohlvene in rechtes Atrium, rechter Ventrikel, Lungenarterie, Lunge, Lungenvene, linkes Atrium, linkes Ventrikel, Aorta, Körper
- Das Erregungsleitungssystem des menschlichen Herzens
- Sinusknoten, Atrioventrikularknoten, His-Bündel, Aschoff-Tawara-Schenkel, Purkinje-Fasern
- Charakterisieren Sie kurz Arterien und Venen hinsichtlich Bau und Funktion
- Arterien: Dreischichtiger Aufbau (Tunica intima, media, externa); Arterien sind Widerstandsgefässe (hoher Blutdruck)
- Venen: Ebenfalls dreischichtig; In den venösen Gefässen befindet sich das meiste Blut; es herrscht niedriger Blutdruck und langsame Blutströmung; Venen sind Speichergefäße
- Kapillaren sind die kleinsten Blutgefässe. Ihre Durchmesser bewegen sich zwischen 5-15µm
- Nennen Sie die drei Schichten einer Arterie und geben Sie an, welche Funktion(en) diese Schichten haben.
- Tunica intima: Innerste Schicht, ermöglicht optimalen Blutfluß
- Tunica media: Mittlere Schicht, Für Änderung des Muskeltonus zuständig
- Tunica externa: Äußere Schicht, Schutz und Verankerung des Gefäßes
- Wie verhält sich der Blutdruck im Liegen und im Stehen ?
- Liegen: Blutdruck in Beinen, Brust, Kopf annähernd gleich (~100 Hg)
- Stehen: Blutdruck in Beinen wesentlich höher als im Kopf
- Wie verhält sich die Hirndurchblutung einer baumbewohnenden Schlange und bodenbewohnenden Schlange in Abhängigkeit vom Neigungswinkel der Körperstellung?
- Baumbewohnenden Schlange: Blutfluß relativ unabhängig vom Neigungswinkel
- Bodenbewohnenden Schlange: Blutfluß nimmt mit steigendem Neigungswinkel ab.
- Welches Organ des Menschen zeigt in Ruhe und bei hoher Aktivität den geringsten Anstieg in der Durchblutung, welches den höchsten Anstieg ?
- Muskeln zeigen höchsten Ansteig, Haut/Skelett keinen Anstieg, innere Organe werden weniger durchblutet
- Wie können Tiere Sauerstoff aufnehmen ?
- Über Lungen, Kiemen, Tracheen oder die Haut.
- Aerober und anaerober Stoffwechsel- die Energiebilanz
- Aerob 36 ATP (Atmungskette) , anaerob 2 ATP (Glycolyse)
- Der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre im Verlauf der Erdgeschichte und seine Bedeutung für die Entwicklung der Insekten
- War in karbon-Perm bei 35%; ermöglichte Rieseninsekten da Diffusion durch höheren Partialdruck über weitere Strecken möglich war
- Schildern Sie kurz wie sich der Sauerstoffgehalt eines Gezeitentümpels im Verlauf eines Tages verändert
- Tags viel O2 und Co2 kaum messbar, nachts anoxisch (kein O2) viel CO2
- Warum können manche Tiere den Sauerstoff direkt mittels Diffusion aus dem Umgebungswasser aufnehmen ?
- Sehr flacher Körper, Organismen klein, wässriges oder feuchtes Habitat, dünnschichtiger Aufbau, Kanäle in /durch Körper
- Skizzieren Sie den Aufbau der verschiedenen Lungentypen der Wirbeltiere
- Die Atemluft enthält 17% Sauerstoff, 78% Stickstoff, 4% Kohlendioxid, 1% Edelgase
- Die Einatmungsluft enthält 21% Sauerstoff und 0,03% Kohlendioxid, die Alveolarluft enthält 14% Sauerstoff und 4-5% Kohlendioxid , im Blut haben finden sich 12% Sauerstoff, in der Zelle finden sich 2,5-5% Sauerstoff.
- Wie entstehen Lungen, wie Tracheen?
- Lunge: Einstülpungen der Körperoberfläche (bei Wirbellosen), im Körper eingeschlossene Ausstülpung des Vorderdarms (bei Wirbeltieren)
- Tracheen: feinverzweigte Einstülpungen der Körperoberfläche, die mit einer dünnen Kutikula ausgekleidet und mit Exokutikularleisten (Taenidien) versteift sind
- Konvektion und Perfusion bei der Fischkieme
- Erfolgt durch das Gegenstromprinzip (Wasser und Blut fließen in entgegengesetzter Richtung vorbei)
- Ventilation und Perfusion bei der menschlichen Lunge
- Ventilation: Ein/Ausatmen von Umgebungsluft über die Lunge; Transport der Gase an das respiratorisches Epithel (Lungenbläschen)
- Perfusion: ist die der Ventilation angepaßte Durchblutung der Atmungsorgane; Blut fließt im Lungenkreislauf langsamer und bei niedrigerem Druck
- Beschreiben Sie die physikalische Kieme
- Rückenschwimmer können anhand von hydrophoben Haaren an der Bauchunterseite eine Luftblase mitnehmen, wenn sie abtauchen. Der Sauerstoff in der Blase dient zur Atmung. CO2 löst sich im Wasser. Sauerstoff diffuniert vom Wasser in die Blase. Da aber der Stickstoffanteil mit der Zeit zunimmt, diffundiert dieser in das Wasser, die Blase wird kleiner und das Insekt muss auftauchen. Klappt nur für Tauchgänge in flachen Gewässern, da der hydrostatische Druck die Blase unbrauchbar macht (Gase würden in Wasser diffundieren)
- Vorkommen und Funktion der Plastronatmung
- Ein Plastron ist eine permanente inkompressible physikalische Kieme; Eine Schicht feinster Haare, Schuppen oder Kammern auf der Kutikula hält einen Luftfilm fest. Es wird ein Unterdruck erzeugt wodurch O2 in den Luftfilm diffundiert und die Abgabe von N2 verhindert wird. Kommt bei Wasserwanze und Wasserkäfer vor.
- Bau und Funktion der Tracheen bei Insekten
- Tracheen sind feinverzweigte Einstülpungen der Körperoberfläche, die mit einer dünnen Kutikula ausgekleidet und mit Exokutikularleisten (Taenidien) versteift sind; Die feinsten Verästelungen (=Tracheolen) stehen mit fast jeder Zelle in Verbindung.
- Nennen Sie 5 respiratorische Farbstoffe und geben Sie jeweils ein Beispiel bei welchen Tierarten diese Pigmente vorkommen.
- Hämoglobin (rot): Wirbeltiere
- Erythrocruorin (rot): viele Wirbelose wie Fadenwürmer, Ringelwürmer
- Chlorocruorin (grün): wenige Wirbellose wie Ringelwürmer (Sabelliden)
- Hämerythrin (violett): Wirbellose (Priapswürmer, Armfüßer)
- Hämocyanin (blau): Weichtiere, Spinnen.
- Wovon hängt die Löslichkeit von Sauerstoff in Flüssigkeiten ab ?
- Temperatur, Salinität, Druck
- Nennen Sie 5 Faktoren, die die Affinität von Hämoglobin zum Sauerstoff verändern.
- Temperatur, pH-Wert, CO2 Konzentration, Konzentration organischer Phosphatverbindungen, Konzentration anorganischer Ionen, Ionenstärke
- 100 ml Vollblut können 20 ml Sauerstoff transportieren, 100 ml Plasma können 0,4 ml Blut transportieren.
- Was ist der p50-Wert. Wie hoch ist dieser bei Hämoglobin, wie hoch bei Myoglobin.
- p50 ist der Partialdruck bei dem der O2 Bindungsgrad an das Pigment (etwa Hämoglobin) 50% beträgt. Halbsättigungsdruck
- Hämoglobin p50 = etwas über 4 kPa (lt. Chart)
- Myoglobin p50 = etwas unter 1 kPa (lt. Chart)
- Wie wird Sauerstoff im Blut transportiert, wie Kohlendioxid?
- Sauerstoff vor allem an Hämoglobin gebunden. CO2 vor allem als Hydrogencarbonat aber auch an Hämoglobin gebunden und in Lösung.
- Wie verändert sich die Sauerstoffaffinität und die Sauerstoffkapazität des menschlichen Blutes in großer Höhe?
- Bei längerem Aufenthalt in großen Höhen (über 4000m) nimmt die Sauerstoffkapazität zu (mehr rote Blutkörperchen), Sauerstoffaffinität nimmt ab.
- Was passiert, wenn der Sauerstoffpartialdruck des Blutes unter 5kPa sinkt, was wenn er unter 4 kPa sinkt ?
- Unter 5kPa Bewusstlosigkeit
- Unter 4kPa Tod
- Wie können wir uns an große Höhe anpassen ?
- Zunahme der Atmung, Zunahme der Herzfrequenz, Zunahme der Erythrocytenzahl
- Wie und wo dedektiert unser Körper Sauerstoff ?
- O2 Rezeptoren in der Wand der Halsschlagadern und der Aorta
- Führen Sie aus, warum Vögel leichter große Höhen ertragen können.
- Ihr Atmungssystem ist effektiver (Parabronchien mit Gegenstromprinzip), Vögel tolerieren Alkalose, Vögel halten auch bei niedrigem Sauerstoffpartialdruck die normale Hirndurchblutung aufrecht
- Um wieviel verändert sich der Druck auf einen Taucher pro 10 m Tiefe?
- um 1 Bar
- Was passiert mit einem luftdurchlässigen Ballon, wenn man ihn in große Tiefe bringt?
- Das Volumen wird komprimiert, der Partialdruck der Gase steigt, die dann in das Wasser diffundieren.
- Erklären Sie kurz die Ursache für die Taucherkrankheit.
- Mit zunehmender Tiefe (höhere Druck) löst sich mehr Stickstoff im Blut. Bei zu schnellem Auftauchen (Dekompression) perlt der Stickstoff auf (Geht in die Gasphase über). Verstopfen der Blutgefäße; Lunge reißt
- Beschreiben Sie die Atemmuskulatur des Menschen
- Lunge hat keine eigene Muskulator. Wird von außen beatmet: Zwerchfellmuskulatur: durch Kontraktion wird Brusthöhle vergrößert; es entsteht ein Unterdruck gegenüber aussen, die Lunge wird beatmet; 2. Zwischenrippenmuskulatur: durch Kontraktion wird Brustkorb erweitert, Unterdruck entsteht.
- Der Herring-Breuer-Reflex
- In der Medulla oblongata befinden sich 2 Neuronengruppen, die das Atemzentrum darstellen. Ventrale Neuronengruppe: Teil der Neurone ist beim Einatmen aktiv, ein Teil beim Ausatmen; Dorsale Neuronengruppe: enthält Neurone, die auf sensorische Signale aus Lunge, Atemmuskuatur und Kreislauf reagieren
- Was passiert, wenn eine Flüssigkeit durch eine Verengung eines Blutgefässes strömt?
- Die Geschwindigkeit erhöht sich, der Druck nimmt ab
